Stress und seine Auswirkungen

Stress kann auch Flügel verleihen! 

Stress beeinflusst immer unser geistiges und körperliches Wohlbefinden, allerdings nicht nur auf negativer Weise.

Negativer Stress (Distress) entsteht immer dann, wenn wir das Gefühl haben, die Situation nicht mehr unter Kontrolle zu haben, etwas nicht schaffen zu können. Hält dieser Zustand der Überforderung über einen längeren Zeitraum an, macht negativer Stress uns krank. Im Gegensatz dazu gibt es den positiven Stress (Eustress), der den Körper und Geist beflügelt, fördert und glücklich macht. Hans Selye, der Pionier der Stressforschung, er entwickelte in den 1930er-Jahren die Grundlagen der Lehre vom Stress, sagte einmal: „Stress ist die Würze des Lebens“. Solche Momente kennen wir alle und auf diese wollen und können wir auch nicht verzichten. Denken Sie z. B. an Situationen, wenn Sie Ihr Wunschprojekt ausführen durften im Job, auf die Vorbereitung Ihrer langersehnten Urlaubsreise oder wenn Sie im Teamsport etwas gemeinsam erreicht haben, vielleicht aber auch die Vorbereitung Ihrer Hochzeit o. a.

Positiver Stress versetzt uns in Aktion, steigert insgesamt unsere Aufmerksamkeit und Konzentration. Die Folge ist Leistungssteigerung und wir sind insgesamt motivierter. In diesem Zustand setzt der Körper Hormone frei, nämlich Glückshormone. Das Selbstvertrauen steigt und die gute Laune ist das Ergebnis. Bei völliger Stressfreiheit dagegen sind wir eher unmotiviert und es tritt u. a. ein Gefühl von Langeweile ein.

Wir werden im Leben immer wieder mit negativem Stress konfrontiert. Entscheidend ist aber, wie wir mit dem negativen Stress umgehen. Stresssituationen erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzuwirken ist das Ziel. Die Menschen um uns herum können wir kaum verändern. Wir können uns nur selbst, und unsere Umstände versuchen zu verändern.

Negativer Stress und seine Auswirkungen!

Negativer Stress gilt heute als Ausdruck für eine krankmachende Überbelastung. Es ist die physische, körperliche und psychische, nämlich geistige Auswirkung von besonderer Anspannung oder Belastung auf den Menschen. Dabei wird der Stresszustand heute von jedem Menschen individuell betrachtet. Was für den einen Stress bedeutet, bedeutet für den anderen vielleicht Routine. Die Wahrnehmung des einzelnen ist immer von Bedeutung. Das, was Sebastian Kneipp z. B. vor 150 Jahren als hektisch bezeichnet hat, ist für uns heute ein völliger Normalzustand. Es hängt also auch damit zusammen, in welcher Zeit und in welcher Umgebung wir leben.

Immer mehr Menschen klagen über Stresssymptome aufgrund stark zunehmender Arbeitsbelastung, Probleme in ihren Familien / Partnerschaften, mit Freunden, die Nichterreichung von Zielen, durch die Nutzung der vielfältigen Medien, aufgrund von Anforderungen an sich selbst, oder durch die Gesellschaft auferlegt. Auch der hektische und moderne digitale Alltag führt immer mehr zu Stress. Nicht zuletzt, dass alles „Haben und erleben wollen“ stresst viele von uns. Stress ist zur Krankheit des 21. Jahrhunderts geworden. Auch wird Stress oft gleich gesetzt mit Arbeit, Erfolg und Wohlstand. Im Stress zu sein ist heute oft „in“ – ein Trugschluss.

Der Mensch sollte auf Dauer nur mit ca. 75 % der Maximalleistung belastet werden, so wie jede gut funktionierende Maschine auch. Maschinen werden heute oft besser gepflegt und gewartet als unser eigener Körper. Denken Sie nur an die vielen Wartungsverträge, die wir heute abschließen! Eine „Körperwartung“ bedeutet, dass nach Phasen einer Maximalbelastung auch immer eine Phase der Entspannung bzw. Ruhe folgt. Vielleicht auch einmal ein Jahrescheck bei Ihrem Hausarzt.

Wenn uns aber Anforderungen überfordern, der Ausgleich zwischen An- und Entspannung nicht mehr ausreichend gegeben ist und wir nicht mehr das tun, was uns wirklich wichtig ist, wird uns dieser Stress auf Dauer krank machen, wir sprechen dann nicht mehr von einer gelebten work-life-balance. Auch davon haben Sie sicherlich schon gehört.

Was passiert im Körper bei Überbelastung?

Auf Überbelastung reagiert der Körper automatisch, nämlich mit der Ausschüttung von Hormonen. Die Bekanntesten sind Adrenalin und Noradrenalin. Dieser Mechanismus im Körper stammt noch aus der Steinzeit und wird über unser Stammhirn gesteuert. Damit wurde in grauer Vorzeit das Überleben unserer Art gesichert. Atmung und Kreislauf werden angeregt, der Blutdruck steigt, die Muskulatur wird besser durchblutet und die Blutversorgung der inneren Organe nimmt ab.

In grauer Vorzeit hatten wir damit die Kraft und Energie, wegzulaufen oder uns zu wehren und den Kampf anzutreten. Mit diesem biochemischen Prozess wurde das Überleben der menschlichen Rasse in der Steinzeit gesichert. Und dieser Prozess läuft auch heute noch in unserem Körper ab.

In der heutigen Zeit haben wir keine Möglichkeit, einer scheinbar bedrohlichen oder gefährlichen Situation durch körperliche Flucht oder Angriff zu begegnen. Das Abreagieren muss woanders stattfinden. Passiert dies nicht, ist der hohe Stresspegel auf Dauer ungesund, denn die Stresshormone verbleiben im Körper, weil wir die Situation teilweise passiv ertragen müssen.

Die Folge ist: Wir fühlen uns dann unruhig und angespannt, auch wenn die Situation schon lange vorbei ist. Die Stresshormone bleiben im Körper! Typische Fälle dafür sind Streitigkeiten und Auseinandersetzungen im Beruf oder im Privatleben.

Welche Auswirkungen hat negativer Stress auf unsere Gesundheit?

Wenn wir gestresst sind, produziert unser Körper also Hormone, wie Adrenalin und Noradrenalin aber auch Cortisol, diese erhöhen den Blutzuckerspiegel und schwächen das Immunsystem. Cortisol begünstigt zudem die Bildung von Bauchfett und Heißhunger. Die Folge ist auf Dauer Übergewicht, vielleicht unbehandelt und langfristig die Begünstigung  zum metabolischem Syndrom.

In unserer heutigen modernen Zeit wirkt sich die Dauerbelastung von Stress auf den Körper geistig und körperlich aus, wie z. B. durch Reizbarkeit, Unruhe, Schlafstörungen, unkontrolliertes Essen und Spannungskopfschmerzen. Außerdem verbraucht unser Organismus unter Stress besonders viel Energie, Vitamine, Mineralstoffe sowie Sauerstoff. Krankheitssymptome oder Krankheiten, wie z. B. Kreislaufstörungen, Herz-Rhythmus-Störungen, Bluthochdruck, Hörsturz, Tinnitus, Magengeschwüre oder Herzinfarkt können Auswirkungen auf dauerhaften Stress sein. Auch rückläufige geistige Leistungsfähigkeit, Konzentrationsschwächen und Gedächtnisausfall sind mögliche Folgen.

Fachleute behaupten, dass 70 % unserer Zivilisationskrankheiten auf Stress zurückzuführen sind. Umso wichtiger ist es, dass wir lernen mit Stress umzugehen oder versuchen, ihn sogar möglichst zu vermeiden. Wie kommen wir nun aus diesem „Hamsterrad Stress“ raus? Hier setzt das Kneipp-Gesundheitskonzept auf leichte Art und Weise an. Ideal, weil es sich leicht in den Alltag ohne großen Zeit- und Kostenaufwand integrieren lässt. Warum warten, bis der Schmerz so groß ist, um etwas zu ändern. Wenn uns etwas leicht fällt ist die Motivation um so höher, etwas zu verändern.

Resilienztraining hilft uns aus dem „Hamsterrad Stress“ zu kommen …

Resilienztraining ist das Zauberwort und hilft uns u. a. dabei, aus dem Hamsterrad „negativem Stress“ zu kommen. Der Begriff Resilienz kommt aus dem Lateinischen und steht dabei für Widerstandsfähigkeit. Übersetzt heißt das, zurückspringen und wieder in Form kommen. Der Vorteil scheinbar nie gestresster Menschen ist, dass sie schnell wieder in ihre alte Form springen können. Diese Fähigkeit, Resilienz, können wir anhand des Kneipp-Gesundheitskonzeptes durch regelmäßiges Training wieder erlangen. Belastungen entgegenzuwirken und Krisen besser zu bewältigen, gerade wenn belastbare Veränderungen auf uns privat oder im Berufsalltag zukommen, ist das oberste Ziel mit Kneipp-Coaching.

So schnell wie Stress entstehen kann, so schnell und effektiv können wir dem Stress auch entgegenwirken. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier auf der Blogseite und im Kneipp-Coaching. Am Anfang des Trainings & Coaching steht allerdings zuerst immer der Gedanke:

„Jede Veränderung beginnt im Kopf!“